Köstliches Österreich - Kulinarik mit Tradition

Kulinarik mit Tradition

Wie viele kulturelle Bereiche, so ist auch das kulinarische Erbe unseres Landes geprägt von verschiedensten Einflüssen. Im Herzen Europas zentrierten sich Strömungen aus Ost und West und gipfelten in einer Vielfalt von Lebens- und Genussmitteln. Österreich ist ein kulinarisches Eldorado der Sonderklasse. Landwirte, Weinbauern, Lebensmittel-Handwerker und Gastwirte haben in den letzten 20 Jahren auf dem Gebiet der Lebensmittelproduktion und deren Veredelung zu köstlichen Speisen Großartiges geleistet. „Köstliches Österreich“ gibt einen Überblick über die besten Spezialitäten des Landes vom Neusiedlersee bis zum Bodensee.

Hedi Klingers Familienküche

Willi Klinger hat den Rezeptschatz seiner Mutter gesammelt und kommentiert, von feinen Suppen über Hausmannskost-Schmankerl und große Braten bis zu Hedi Klingers Wildküche und der „Original Klingertorte“. Was für ein einzigartiges Juwel der österreichischen Küche hier geborgen wurde, ahnt man spätestens, wenn man erfährt, wie die Belegschaft des Münchner Nobel-Restaurants Tantris zum Betriebsausflug kam, um sich von Hedi Klinger verwöhnen zu lassen. Das Beste daran: Die Rezepte sind ebenso gut wie gelingsicher, viele sind verblüffend einfach und alle gut nachzukochen.

Klassiker aus Österreich

Österreichische Familienküche auf höchstem Niveau. Ein Rezeptschatz aus fünf Generationen.

Hier war Thomas Bernhard Stammgast

Ihre feine bodenständige Küche wurde vielfach mit Hauben und Sternen ausgezeichnet.

Die Geschichte der Wiener Küche

Die Wiener Küche, deren Entstehung man in das letzte Drittel des 18. Jahrhunderts ansiedeln kann – als sich die höfische in eine bürgerliche Gesellschaft zu wandeln begann –, ist in zahlreichen Kochbüchern kodifiziert. Bereits 1772 erschien in Bamberg/Würzburg (!) ein Wienerisches bewährtes Koch-Buch. Seit dieser Zeit wurden immer wieder Kochbücher mit dem Hinweis auf Wien publiziert – sodaß die Annahme, der Begriff Wiener Küche sei nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie (1918) aus Nostalgiegründen geschaffen worden, nicht zutrifft. Als Grundsäule der Wiener Küche kann man wohl das gekochte Rindfleisch mit seinen mannigfaltigen Beilagen (Soßen, Gemüse, später Erdäpfel) bezeichnen. Seit dem Mittelalter war es „Grundnahrungsmittel“.

Aber es gibt noch andere Spezialitäten: Suppen waren und sind des Wieners Leibgericht. Neben der nicht fastentauglichen Rindsuppe gab es zahlreiche Gemüse-, Einmach- und Fischsuppen, gekochtes Rindfleisch, Einmachspeisen (Kalb, Huhn, Innereien), Köche (Grießkoch, Butterkoch, gebackenes Kindskoch, Semmelkoch, Mandelkoch, Äpfelkoch etc.), Schmalzgebackenes (Fleisch, Mehlspeisen) und – in Haushalten, die es sich leisten konnten – Braten (Rind, Lamm, Geflügel, Wild). Im Laufe des 19. Jahrhunderts kamen noch weitere typische Gerichte wie Gulasch, Wiener Schnitzel, Palatschinken, Reisfleisch, Sachertorte, Dobostorte etc. hinzu.